Flugzeug

Profitipps: Clever fliegen ohne Koffer

Immer mehr Fluggesellschaften bieten Billigtarife an, die keine Beförderung des Gepäcks mehr enthalten. Was man unbedingt über die neuen Tarifvarianten der europäischen Fluglinien wissen sollte.

Nur noch für jene Leistungen zahlen, die ein Passagier auch in Anspruch nimmt. Diesen Leitsatz haben die Billigflieger vorgemacht. Passagiere, die mehr möchten, zahlen extra. So auch für die Gepäckbeförderung. Um den Billigmarken Paroli zu bieten, haben viele europäische Linienflieger ihrer Preispalette eine neue Tarifklasse hinzugefügt: Die Handgepäcktarife. Die Marketing Manager der Fluggesellschaften gaben den neuen Tarifen peppige Namen. Mal heisst der Tarif Economy Light (Air Berlin), Basic Tarif (Iberia), Pure Tarif (Tuifly) oder Economy Simple (LOT).

Einige Manager waren mit der Namensgebung aber alles andere, als wirklich gut beraten. Unter den Namen „Value Tarif“ wird bei Czech Airlines der neue Handgepäcktarif betitelt. Der Tarifname suggeriert Begriffe wie „wertig“ und „kostbar“, also alles andere als einen günstigen Tarif, der keine Gepäckaufgabe beinhaltet. Damit sind Missverständnissen und Irritationen Tür und Tor geöffnet.
Zwei Konzepte für Passagiere

Abgesehen von den leidigen Anglizismen der Marketing-Strategen, werden bei den Handgepäcktarifen zwei unterschiedliche Konzepte sichtbar:

  • Einige Airlines verfahren strikt nach dem Motto: Wer das Freigepäck erst nach dem Ticketkauf dazu bucht, zahlt drauf. Auch wenn das Freigepäck kostengünstig im Internet hinzugebucht wird. Dies ist etwa bei Air Berlin, Alitalia, Condor oder LOT der Fall.
  • Andere Fluggesellschaften strafen Passagiere nicht ab, wenn sich ihre Planung ändert. Der Handgepäcktarif bringt auch dann noch eine Ersparnis, wenn der Passagier das Freigepäck erst später dazu bucht. Das ist etwa bei Aegean Airlines, Air France, Finnair, Lufthansa, Swiss und Tuifly der Fall. Hier kann sich der Passagier für die Entscheidung, ob er Gepäck einchecken möchte oder nicht, also reichlich Zeit lassen.

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Diese Rechnung geht allerdings nur dann auf, wenn das Gepäck auf die kostengünstigste Art nachträglich angemeldet wird. In der Regel ist das via Internet. Wird das Gepäck dagegen am Flughafen oder gar erst am Gate angemeldet, kann es richtig teuer werden. Bei Tuifly werden dann bis zu 90 Euro fällig.

Einige besondere Regeln gibt es zudem. So manche Fluggesellschaft erhebt beispielsweise höhere Gepäckgebühren, wenn ab einem bestimmten Zeitpunkt bis zum Abflug noch Gepäck nachträglich angemeldet wird. Bei Air Berlin muss tiefer in die Tasche greifen, wer weniger als 30 Stunden vor Abflug doch noch Gepäck anmelden will. Statt 15 bis 35 Euro fürs Freigepäck (streckenabhängig) werden dann stolze 40 bis 60 Euro fällig. Auch British Airways erhebt höhere Gebühren fürs Nachmelden von Freigepäck und zwar bereits ab 48 Stunden vor Abflug.

Bilder: pixabay

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